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Zecken

FSME, Borreliose & Co.

... und wie Sie sich davor schützen können

ZECKEN / FSME / BORRELIOSE

Zecken können verschiedene Erreger übertragen und Krankheiten auslösen. Die zwei wichtigsten sind Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Während Borreliose (ausgelöst durch ein Bakterium) mit Antibiotika behandelt werden kann, gibt es für die Viruserkrankung FSME keine spezifische Behandlung. Die FSME-Impfung ist die einzige Lösung, um sich wirksam vor dieser schweren Krankheit zu schützen.

2019 wurden die sog. FSME-Risikogebiete fast auf die gesamte Schweiz ausgedehnt (Ausnahmen: Kantone Genf und Tessin). In diesen Risikogebieten finden sich besonders viele Zecken, die das FSME-Virus in sich tragen. Aus diesem Grund wird die FSME-Impfung allen Personen in der Schweiz empfohlen, die sich in einem Zecken-Risikogebiet regelmässig in der Natur aufhalten.

Wie kann ich mich gegen Zeckenbisse schützen?
  • Zecken leben am Boden. Bei Aufenthalt in einem Zeckengebiet: Körperbedeckende Kleidung tragen, Kinder auch Kopfbedeckung.

  • Kleider, Schuhe und Körperteile, die mit Gras oder Büschen in Kontakt kommen mit einem Antizeckenspray besprühen.

  • Regelmässig Kleidung und Haut nach Zecken absuchen. Helle Kleidung erleichtert die Zeckensuche.

  • Kontrollieren Sie auch das Fell Ihrer Haustiere.

  • FSME-Schutzimpfung verabreichen lassen.

Zeckenstich
erkennen
  • Zeckenstiche bleiben oft unbemerkt, weil Zecken ein Betäubungsmittel in die Einstichstelle abgeben, sodass diese selten juckt oder schmerzt. In der Folge kann sich die Zecke oft ungestört mit Blut vollsaugen. Nach einer gewissen Zeit fällt sie von selbst ab.

  • Einstichstellen sind nicht immer als Zeckenstiche erkennbar. Oft ist nur ein kleiner dunkler Punkt zu sehen.

Zecke entfernen
  • Zecke möglichst rasch mit einer feinen Pinzette oder einer Zeckenzange oder -Karte entfernen: Fassen Sie die Zecke so nah wie möglich an der Haut, um sie nicht zu quetschen. Dann die Zecke langsam und mit kontinuierlichem Zug herausziehen.

  • Die Stichstelle danach desinfizieren, Datum notieren.

Übrigens: Sollte einmal der Kopf der Zecke stecken bleiben - kein Grund zur Sorge. Er wird keinen zusätzlichen Schaden anrichten und ausserdem in kurzer Zeit von der Haut abgestossen. Bei einer Entzündung der Einstichstelle sollte aber eine Begutachtung des Arztes stattfinden.

Tipp:

In der Schwanen Apotheke können Sie sich Zecken kostenlos entfernen lassen.

FSME

WAS IST FSME?

FSME «Frühsommer-Meningoenzephalitis» ist eine Virus-Erkrankung, die durch Zeckenbisse übertragen werden. Eine bis zwei Wochen nach der Infektion können grippeartige Symptome auftreten. Bei 5 bis 15 % der Betroffenen entwickelt sich die Krankheit in einer 2. Phase negativ, und es kommt zu einem Befall des zentralen Nervensystems: Kopfschmerzen, Lichtscheu, Schwindel, Konzentrations- und Gehstörungen sind die Folge. Diese Symptome können mehrere Monate anhalten. Zudem können ausserdem Lähmungen der Arme, Beine oder Gesichtsnerven auftreten. Die Lähmungen können bleibende Behinderungen hervorrufen. In ganz wenigen Fällen kann eineFSME-Infektion sogar zum Tod führen. Da FSME nicht ursächlich behandelt werden kann, gibt es nur Arzneimittel, die die Symptome lindern können, nicht jedoch ein Heilmittel gegen FSME.

WAHRSCHEINLICHKEIT EINER ANSTECKUNG MIT FSME

In Risikogebieten trägt jede etwa 100ste Zecke das FSME-Virus in sich. Da das Virus allerdings nicht zwangsläufig bei jedem Stich/Biss übertragen werden muss beträgt das Risiko einer Ansteckung statistisch gesehen maximal 1:100.

FSME-IMPFUNG

Zur Vorbeugung gegen FSME steht eine gut wirksame Impfung zur Verfügung. Momentan sind in der Schweiz zwei Impfstoffe gegen FSME zugelassen: Encepur® und FSME-Immun CC®. Die Impfung wird im Allgemeinen sehr gut vertragen, und ist für alle Personen ab 6 Jahren empfohlen, die sich in einem Risikogebiet (CH: ganze Schweiz ausser der Kantone Genf und Tessin) häufig im Freien, besonders im Wald, aufhalten. Nach ärztlicher Absprache können Kinder bereits ab 1 Jahr (durch Kinderärzte) geimpft werden.

NEBENWIRKUNGEN DER IMPFUNG

Die Verträglichkeit ist im Allgemeinen sehr gut. Trotzdem kann es zu Nebenwirkungen kommen, die i.d.R. aber nach spätestens 2 Tagen vorbei sind. Leichte Nebenwirkungen, wie z.B. Rötung der Einstichstelle, Schmerz, Kopfschmerzen,Müdigkeit, Übelkeit, Muskel- oder Gelenkschmerzen können bei etwa jeder dritten Person auftreten. Schwere neurologische Nebenwirkungen sind sehr selten (ca. 0.0001% oder weniger). Von der Wahrscheinlichkeit her ist somit die Gefahr, an FSME zu erkranken bei weitem grösser, als eine der sehr seltenen, schweren Nebenwirkungen bei einer Impfung zu erleiden.

WIE WIRD GEIMPFT (IMPFSCHEMATA)

Für eine vollständige Grundimmunisierung gegen FSME durch die Impfung sind üblicherweise drei Injektionen (Impfungen) erforderlich. Eine Auffrischimpfung wird vom BAG alle 10 Jahre empfohlen. Die Impfung können Sie in der Schwanen Apotheke, aber auch in einer anderen Impfapotheke, sowie natürlich bei Ihrem Hausarzt durchführen lassen. Die Schwanen Apotheke impft keine Kinder. Normales Impfschema: 1. Impfung: Grundimmunisierung (am besten schon im Winter). 2. Impfung: 1 bis 3 Monate nach der ersten Impfung (Impfschutz: ca. 87%). 3. Impfung: 5 bis 12 Monate nach der zweiten Impfung (Impfschutz: ca. 99% für ca. 10 Jahre, danach wird eine Auffrischimpfung empfohlen) Schnellschema: Verpasst man die Grundimmunisierung im Winter, kann man sich auch nach dem Schnellschema impfen lassen: 2. Impfung bereits nach 14 Tagen (Impfschutz ca. 85%) 3. Impfung nach 5-12 Monaten.

KOSTEN FSME-IMPFUNG

Ohne ärztliche Verordnung ist die Impfung in der Apotheke keine Pflichtleistung Ihrer Grundversicherung. Meist müssen Sie die Kosten selbst übernehmen. In der Schwanen Apotheke kostet die Impfung CHF 24.- plus die Kosten für den Impfstoff (CHF 47.35 exkl.Taxen), die komplette Zeckenimpfung also CHF 214.05 exkl. Taxen. Preisänderungen bleiben vorgehalten.

IMPFTERMIN VEREINBAREN

Impfen können Sie sich bei uns immer Freitags nach Vereinbarung. Um einen Impftermin zu reservieren können Sie uns anrufen, eine Mail schreiben oder uns per Threema kontaktieren.

Zum Schutz vor Zecken können wir Ihnen ausserdem folgende Produkte empfehlen:

Antibrumm

Zeckenstopp

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  • Kann auf der Haut und auf Textilien aufgetragen werden

  • Schützt zuverlässig bis zu 8 Stunden vor Zecken

  • Für Kinder ab 1 Jahr geeignet

Beim Kauf eines Insektenschtzmittels schenken wir Ihnen eine Zeckenkarte, ausserdem erhalten Sie vom 1. - 31. März doppelte Punkte auf Ihre Kundenkarte.

Besuchen Sie uns in der Apotheke, damit wir Sie beraten können.

Wir freuen uns.

ENTWICKLUNGSSTADIEN DER ZECKE

Bis eine Zecke ausgewachsen ist, durchläuft sie 3 Entwicklungsschritte und zwei Häutungsprozesse. Jedes Entwicklungsstadium dauert 1 Jahr, und für jedes Entwicklungsstadium benötigt sie nur eine Blutmahlzeit. Die Zecke wird also mit nur drei Stichen rund drei Jahre alt. Im Schnitt erreichen sie ein Alter von 3 bis 6 Jahren.

Larve:

Nach dem Schlüpfen aus dem Ei sind die Zeckenlarven farblos und bis zu 0,5 Millimeter groß. Im Gegensatz zu Zecken in den anderen Entwicklungsstadien haben sie nur 3 Beinpaare. Ihre Wirte sind Mäuse, Eichhörnchen, Igel oder andere Kleinnager. Nach der ersten Blutmahlzeit häuten sie sich zum ersten Mal und werden zu...

Nymphen:

Nymphen haben 4 Beinpaare, sind wie die Zeckenlarven immer noch geschlechtslos und sind mit einer Grösse von 1-2mm nun von blossem Auge erkennbar. Trotzdem werden Sie gerne übersehen, da sie für oft Pigmentflecken auf der Haut gehalten werden. Nymphen klettern an Gräsern und Sträuchern etwa einen halben Meter hoch, und haben bereits einen so grossen Stechapparat, dass sie auch grössere Wirte befallen können (Rehe z.B. oder Menschen). Das Risiko, sich von einer ENymphe einen Krankheitserreger (vor allem Lyme-Borreliose) einzufangen ist rund 10x grösser, als die Ansteckung durch eine erwachsene Zecke. Nach der Blutmahlzeit und der darauffolgenden Häutung wird die Nymphe zur...

Erwachsene Zecken:

Sie werden etwa 2.5 - 4.5 mm groß und sind nun geschlechtsreif. Nach der Paarung benötigt die weibliche Zecke (rot-bräunlich) eine weitere, bis zu zehntägige Blutmahlzeit für die Eiablage. Das vollgesogene Weibchen wird dabei bis zu 12mm gross und ihr Körpergewicht steigt auf das 200-Fache. Danach lässt sich die Zecke von Ihrem Wirt fallen, legt rund 2000 Eier und stirbt. Von den 2000 Eiern erreichen nur zwei Zecken die Geschlechtsreife.

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Hunde- und Katzenfreunde

HAUSTIERE UND ZECKEN

Zecken sind nicht nur für Menschen gefährlich. Sie können auch Hunde und Katzen krank machen. So schützen Sie Ihre kleinen Lieblinge vor Zecken.

Borreliose und FSME können durch Zecken auch auf Haustiere übertragen werden. Bei Hunden besteht ausserdem die Gefahr sich mit Infektionskrankheiten wie Anaplasmose oder Babesiose (Hundemalaria) anzustecken. Hunde und Katzen, die sich im Freien bewegen sollten daher unbedingt regelmässig nach Zecken abgesucht und diese schnellstmöglich entfernt werden.

Zur Enfernung von Zecken eignen sich verschieden Instrumente, so z.B. Zeckenkarten, -Zangen, -Hebel oder Pinzetten - je nachdem welches dieser Instrumente Ihnen am besten liegt. Benutzen Sie beim Herausziehen der Zecke kein Öl, und versuchen Sie die Zecke möglichst nicht zu zerquetschen. Auch hier gilt: Sollte der Kopf der Zecke einmal steckenbleiben, diesen Stecken lassen, da er keinen Schaden mehr anrichten wird und mit der Zeit von selbst aus der Haut herauswachst.

Prävention

Mit sog. "Spot-On-Präparaten" wie  z.B. Fiproclear® für Katzen oder Hunde können Sie gegen den Befall durch Zecken und andere Parasiten vorbeugen. Die Präparate werden dem Haustier in den Nacken geträufelt. Die Schutzdauer gegen Zecken beträgt max. 2, gegen Flöhe 4 Wochen. Fiproclear® wirkt ausserdem zuverlässig gegen Haarlinge.

Natürlich beraten wir Sie Sie gerne vor Ort. Sie haben Fragen? Rufen Sie uns an.

HÄTTEN SIE GEWUSST...?

Zeckenbiss ist ein Unfall.

Die Schweiz ist das einzige Land in Europa, in dem die Unfallversicherung für zeckenübertragene Krankheiten zuständig ist.

Das Gesetz umschreibt den Unfallbegriff als plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper. Ein Zeckenstich erfüllt die verlangten Kriterien und wird deshalb von den Unfallversicherern als Unfall eingestuft (Hautverletzung mit Infektionsrisiko). Die Kosten werden somit durch den Unfallversicherer getragen.

(Quelle: SUVA)

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